Computerbiz.eu
Dein Ratgeber für Hardware und Software
Grafikkarten

Die Grafikkarte ist der Teil des Computers, der möglich macht dass wir überhaupt sehen, was wir machen. Sie werden entweder on Board auf der Hauptplatine verwendet oder als Erweiterungskarte auf das Mainboard gesteckt. Es gibt zwei gängige Steckplatzarten: PCI-E und AGP, wobei AGP Karten mittlerweile nicht mehr so leistungsfähig gemacht werden können, wie PCI-E Karten.

Die wichtigsten Elemente der Grafikkarte ist die GPU, der Grafik-RAM und der RAMDAC. Die GPU ist die grafische Prozessor Einheit. Sie dient der Berechnung der Bildschirmausgabe. Anfangs konnten nur zweidimensionale Grafiken erzeugt werden, doch als Mitte der 1990er die ersten 3D Beschleuniger hergestellt wurden, konnten einfache 3D Grafiken zustande gebracht werden.

Im Bereich der Computerspiele gaben nachgerüstete Grafikkarten einen großen Entwicklungsschub in der Grafikkartenindustrie. Grafik-RAM oder auch Grafikspeicher verarbeitet die Daten die der Prozessor der Grafikkarte und lagert sie ein. Er dient ebenfalls als Bildspeicher oder auch Framebuffer. Durch den Speicher werden ebenfalls die Auflösungen und Bildtiefen errechnet, die später auf dem Bildschirm auftauchen.

Heute werden die Karten meist mit sehr Großem Speicher gebaut (512MB, 1024MB), um eine ständige Nachrüstung mit den wachsenden Aufgaben zu umgehen. Die professionelle Grafikkarte arbeitet mittlerweile mit bis zu 4GB RAM. Der RAMDAC schließlich ist verantwortlich für die Umwandlung der digitalen Bilder in analoge Signale, die der Computerbildschirm verarbeiten kann. Der Chipsatz des RAMDAC endet an den Buchsen, an die das Bildschirmkabel angeschlossen wird. Die gängigsten Buchsen sind VGA-Out Buchsen und DVI-Out Buchsen. An nicht wenigen Graphikkarten findet man entweder beides oder zwei von je einem der beiden. VGA ist das etwas veraltete analoge Format, während die DVI Buchsen schon ein digitales Signal liefern.

Bei Notebooks, wie dem MacBook, gibt es noch die verkleinerte Version der Anschlüsse. Diese Minibuchsen brauchen meistens noch einen Adapter um mit den Bildschirmen in Kontakt zu treten. Bei hochwertigen Grafikkarten gibt es auch Video-Out Anschlüsse mit denen man direkten Kontakt zu Fernsehern und Beamern bzw. Projektoren herstellen kann. Projektoren und Beamer haben zwar meist selbst DVI und VGA Anschlüsse, diese liefern aber ein weniger qualitativ hochwertiges Bild als ein Video-Out Anschluss.

Der Nachteil bei den on Board Grafikkarten ist die, das die 2D-Darstelleung zwar ohne große Probleme von statten geht, aber eine 3D-Darstellung wenn überhaupt nur sehr langsam möglich ist. Da die Graphikkarten sehr warm werden können, wenn sie voll ausgelastet werden, müssen sie passiv oder bei neuwertigen und leistungsfähigen Grafikkarten auch aktiv gekühlt werden. Meistens erkennen wir an einer Grafikkarte eine Mischung aus passiver und aktiver Kühlung.

Die Aktive Kühlung besteht aus einem Lüfter, der in einem Rost aus Metall eingebettet ist und so eine sehr gute Kühlung erfüllt. Bei einer Umrüstung auf eine leisere und bessere Kühleinheit sollte darauf geachtet werden, dass die Wärmeleitpaste, die den Prozessor und den Video-RAM mit der Kühleinheit verbindet gut verteilt und ordentlich aufgetragen ist. Bei falscher Anwendung kann die Einheit leicht überhitzen und eine neue Grafikkarte muss gekauft werden. Doch bei den heutigen Grafikkarten, die mittlerweile schon HDTV liefern können, sind die Preise entsprechend der Leistung sehr teuer und nicht jeder kann sich das leisten. Man sollte sich immer überlegen, was Sinn macht und was nicht.

Computerbiz.eu | Impressum